zurück zur Übersicht | Datum 15.08.2018 | Kategorie: Allgemeines

Planer träumt von Platz der Begegnung

Neues Mobiliar: Der Ausschuss tagte erstmals im frisch renovierten Sitzungssaal des Rathauses. Unter anderem wurden die alten Tische und Stühle ersetzt. Foto: Meyer

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 15.08.2018

Von Georg Meyer

Lastrup. Bauwillige in Lastrup müssen sich ein wenig gedulden. In diesem Jahr wird im neuen Baugebiet „Heiddresch“ noch kein Eigenheim entstehen können. Die Erschließung soll aber möglichst in diesem Herbst beginnen, hieß es am Montag im Planungsausschuss.

140 Bauplätze weist die Gemeinde zwischen der Hammeler und der Linderner Straße aus (MT berichtete). Die zentrumsnahen Grundstücke sind bereits heiß begehrt, teilte Bürgermeister Michael Kramer mit. „Es gibt viele Voranfragen.“ Verkauft werden sie in diesem Jahr allerdings noch nicht. Erschlossen wird das Baugebiet in drei Abschnitten. Der nördliche macht den Anfang. Im Ausschuss stellte Landschaftsplaner Jens Gerdes nun das Straßenkonzept im Innern des künftigen Wohngebietes vor. Und das setzt auf Entschleunigung, sieht es doch eine
Mischung aus Tempo-30-Zonen und Spielstraßen vor. Dabei sind viele Richtungswechsel geplant, damit Ortsfremde die Straßen nicht als bequeme Durchfahrten nutzen. Rundborde sollen außerdem die Gehwege von der Fahrbahn abtrennen, Baumbeete für weitere Verengungen sorgen.

Das Besondere an dem Konzept sind die sogenannten „Grünverbindungen“, geschwungene Wege, die zu Fuß oder per Rad mitten durch das Wohngebiet führen sollen. Gerdes schlug eine Asphaltierung dieser Wege vor, damit sie auch mit Inlinern befahren werden können. Die links und rechts davon entstehenden „Erlebnisräume“ könnten je nach Wunsch der Anwohner mit Spielgeräten und Bänken ausgestattet werden. Extra-Spielplätze sind dagegen nicht vorgesehen. Der Naherholung soll auch das Regenrückhaltebecken dienen.

Noch Zukunftsmusik ist dagegen ein komplett umfahrbarer Begegnungsplatz, den Gerdes am Montagabend in zwei unterschiedlichen Varianten vorstellte. Spanienurlaubern dürfte die Form des Platzes bekannt vorkommen, in Lastrup wäre er eine Besonderheit mit Ausstrahlungskraft, glaubt der Planer. Allein: Der Acker, auf dem der Platz irgendwann entstehen könnte, wurde zwar in den Flächennutzungsplan aufgenommen, befindet sich aber noch nicht im Besitz der Gemeinde. Michael Kramer zeigte sichzufrieden. „Es wird ein sehr schönes Baugebiet werden.“ Wie viel die Grundstücke am Ende kosten werden, steht noch nicht fest und muss jetzt ermittelt werden. Kramer betonte aber, dass das gesamte Gebiet trotz der unterschiedlichen Bauabschnitte einheitlich vermarktet werden solle.

„Herausragende“ Bauplätze könnten allerdings auch etwas teurer sein. Der Bürgermeister sicherte den Interessenten jedoch „familienfreundliche Preise“ zu.

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