zurück zur Übersicht | Datum 15.08.2018 | Kategorie: Allgemeines

Feuerwehr nahm neuen Einsatzleitwagen in Betrieb – Viele Besucher beim Tag der offenen Tür

Pfarrer Günter Mleziva segnet das neue Fahrzeug.
Von der Drehleiter der Cloppenburger Feuerwehr bot sich aus 40 Metern Höhe ein toller Überblick.
Schon bei 28 km/h wurde Christian Geers ordentlich durchgeschüttelt.
Die Ölabscheidung des THW demonstriert Aljoscha Glasa. Fotos: Aloys Landwehr

Von Aloys Landwehr

Lastrup. „Im Vordergrund steht die Sicherheit der Feuerwehrkameraden. Sie können nicht komplizierte Hilfeleistungen durchführen mit veralteter Ausstattung“, erläuterte Bürgermeister Michael Kramer bei der Einsegnung eines neuen Einsatzleitwagens der Freiwilligen Feuerwehr Lastrup. Diese Einsegnung war verbunden mit einem Tag der offenen Tür aus Anlass des 112-jährigen Bestehens der Lastruper Wehr.

Bei seiner Begrüßung dankte Gemeindebrandmeister Walter Schumacher zunächst allen Kameraden der Feuerwehr Lastrup für ihren Dienst und besonders für ihre Arbeit zu diesem Fest. Sein Dank ging auch an die Nachbarn für das Schmücken des Fahrzeugs und an die Organisationen wie DRK, THW, Polizei und Verkehrswacht, die den Tag der offenen Tür unterstützten. Schumacher begrüßte neben Bürgermeister Michael Kramer und vielen Gästen besonders die Bundestagsabgeordnete Silvia Breher, den Landtagsabgeordneten Christoph Eilers, Regierungsbrandmeister Dieter Schnittjer, Polizeidirektor Walter Sieveke, Kreisbrandmeister Franz-Josef Nording und die Pfarrer Günter Mleziva und Jürgen Schwartz. Seit 20 Jahren würden Firmen und Personen als „Freunde der Feuerwehr“ ausgezeichnet. Dazu gehörten drei aus Lastrup: Brunhilde und Werner Schule, Marlies Thoben-Jans und Günter Jans sowie die Fa. Fahrzeugwerke Böckmann, die Schumacher alle besonders begrüßte.

Pastor Jürgen Schwartz erinnerte daran, dass eine Gemeinde wie Lastrup sich darauf gründe, dass Männer und Frauen in Gruppen und Vereinen ehrenamtlich für ihre Mitmenschen da seien. In der Feuerwehr spielten auch Frauen eine wichtige Rolle. „Es ist nicht schön, dass zum Beispiel die Sirene gerade dann ruft, wenn ein Besuch ansteht, wenn gegrillt oder gegessen werden soll. Der Partner muss das, wie in anderen Vereinen auch, immer mittragen.“

„Ich hoffe, dass jetzt jemand da ist, der die Scheiben wieder blank poliert“, scherzte Pfarrer Mleziva, nachdem er ordentlich Weihwasser auf das neue Löschfahrzeug verteilt hatte.

„Seit 112 Jahren gilt der Wahlspruch der Wehr: „Gott zur Ehr- dem Nächsten zur Wehr“. Die Feuerwehr hat Tradition“, wusste Bürgermeister Michael Kramer. Aber die Technik habe sich verändert. Die Feuerwehr brauche heute moderneres und anderes Werkzeug, So habe die Gemeinde im Feuerwehrbedarfsplan auch den Austausch einiger Fahrzeuge in nächster Zeit beschlossen, da einige Fahrzeuge inzwischen weit über 20 Jahre alt sind. Im Vordergrund stehe die Sicherheit der Feuerwehrkameraden, so Kramer. Eingesegnet wurde am Sonntag ein Mercedes-Sprinter mit einem Aufbau der Fa. Schäfer, der als Einsatzleitwagen genutzt werden wird

Auf dem Gelände des Feuerwehrgerätehauses konnten die Besucher ein buntes Programm unterschiedlicher Attraktionen erleben. So simulierte die Lastruper Wehr mit dem Sturz eines Autos aus neun Metern Höhe die Seitenaufprallgeschwindigkeit von 50 km/h. Weiterhin zeigte die Verkehrswacht Lingen einen Überschlagsimulator und ein Original-Unfallauto und erläuterte die Auswirkungen für die Insassen. „Wenn das Auto auf dem Kopf liegt, ist es wichtig, sich fest in den Sitz zu drücken, damit man den Gurt lockern und ihn anschließend lösen kann“, hatte Franz Kleene von der Verkehrswacht einen wichtigen Tipp. Auch Christian Geers wurde ordentlich in den Gurt gedrückt, als er bei 28 km/h vom Gurtschlitten gebremst wurde. „Jetzt bin ich wach“, so sein erster Kommentar. Schließlich war er gerade erst nachts von der Messdienerwallfahrt aus Rom zurückgekehrt.

Das THW demonstrierte die Ölschadenbekämpfung. Auch das Deutsche Rote Kreuz führte ihre Ausrüstung vor und lud zu Mitmachaktionen ein. Die Lastruper Feuerwehr hatte Wasserspiele für die Kinder vorbereitet und eine Hüpfburg aufgebaut. Dazu machte sie Rundfahrten mit ihren Fahrzeugen durch die Gemeinde, stellte ihren Fahrzeug- und Gerätepark vor und machte Schauübungen. Beeindruckend war die Fahrt mit der großen Drehleiter der Feuerwehr Cloppenburg auf 40 Meter Höhe. „Wir sind in Deutschland die einzige Freiwillige Feuerwehr, die eine solche Leiter hat“, erläuterte Christoph Wolf bei der wackligen Fahrt in die Höhe.

Der Musikverein Schnelten und die Jagdhornbläser des Hegerings Lastrup sorgten für die musikalische Untermalung. Die Landfrauen hatten gleich 50 Torten gespendet. Weitere wurden von den Feuerwehrfrauen gebacken und wurden zusammen mit frischem Kaffee angeboten. Aber es gab auch Kaltgetränke. Die Grillbude servierte Deftiges und nicht nur den Kindern war auch ein Eis willkommen.

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