zurück zur Übersicht | Datum 08.11.2018 | Kategorie: Allgemeines

Investoren planen Veranstaltungshalle

Gut besucht: Rund 70 Gäste begrüßte Bürgermeister Michael Kramer zum Unternehmerfrühstück im Landhaus Lastrup. Foto: Meyer

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 08.11.2018

Von Georg Meyer

Lastrup. In Lastrup soll möglicherweise eine Veranstaltungshalle für bis zu 800 Besucher gebaut werden. Entsprechende Überlegungen hat Bürgermeister Michael Kramer während des Unternehmerfrühstücks der Gemeinde am Mittwoch bestätigt. Als Standort im Gespräch ist der Veranstaltungsplatz am Unner Weg.

Hintergrund sind die andauernden Schwierigkeiten bei der Durchführung von Veranstaltungen im Ort. So hatte die vom Schützenverein abgelehnte Vergabe des Schützenhauses an den Männergesangverein zuletzt für Wirbel gesorgt (MT berichtete). Der MGV wollte dort 2019 das Bundeschorfest ausrichten. Gestört fühlte sich ein Anwohner auch durch die Karnevalsfeiern auf dem Veranstaltungsplatz. Die Verwaltung sei bereits seit einem Dreivierteljahr im Gespräch mit einem Investorenpaar, sagte Kramer gegenüber der MT. Im Prinzip müsse nur noch ein Standort gefunden werden, wobei der Bürgermeister den Veranstaltungsplatz favorisiert. Die neue Halle werde absolut schallsicher und voll klimatisiert sein. „Dann kann auch im Hochsommer bei geschlossenen Türen gefeiert werden, sagte Kramer - nicht ohne Ironie.

Den knapp 70 Lastruper Unternehmern hatte der Verwaltungschef ausschließlich Positives zu vermelden. Die Wirtschaft brummt, weshalb Kramer bei der Gewerbesteuer in diesem Jahr mit einer Rekordeinnahme rechnet. 5,6 Millionen Euro werden die 196 steuerpflichtigen Betriebe in die Gemeindekasse einzahlen. „Das hat es noch nie gegeben“, freute sich der Bürgermeister. Die Zahl der versicherungspflichtigen Arbeitsplätze stieg ebenfalls auf 2523, wofür Kramer den Unternehmern dankte. Ihre Tatkraft trage entscheidend zur guten Entwicklung bei. Im Frühjahr soll das neue Gewerbegebiet „Neubauer“ in Hemmelte erschlossen werden. Vier Grundstücke seien schon verkauft. Einen Run erlebt die Gemeinde auch auf Wohnbaugrundstücke. Das Baugebiet in Hemmelte sei fast komplett vermarktet, obwohl es wegen der Nähe zur Bahnstrecke im Vorfeld Kritik gegeben hatte. „Es hieß, das werden wir nie los“, sagte Kramer zufrieden. An der Darreler Straße in Hemmelte plant die Verwaltung nun bereits weiter. 144 Bauplätze stehen demnächst auch am Lastruper Heiddresch bereit. Die Vermarktung soll im Winter starten, der Kaufpreis wird auf der letzten Ratsitzung im Dezember festgelegt.

Kritik übte Michael Kramer erneut an der europaweiten Ausschreibung eines Planungsbüros für den Bau des Kreisverkehrs in der Ortsmitte. Sie war notwendig geworden, weil das Projekt von der Dorferneuerung in das besser geförderte Städtebauprogramm wechseln durfte. Der Nachteil: „Unser altes Planungsbüro hat sich nicht erneut beworben.“ Allerdings bleiben die bereits ermittelten Daten im Besitz der Gemeinde. Das Vorhaben solle Anfang 2019 Fahrt aufnehmen, sagte Kramer.

Im Laufe des nächsten Jahres dürfte auch feststehen, ob die geplante 380-KV-Stromleitung von Nutteln kommend durch das Gemeindegebiet führen wird. Kramer hält dies für wahrscheinlich. Die Gemeinde hat jetzt ihre Stellungnahme ergänzt und weist darin auch auf die jüngste Erdbebenserie hin, um damit die Planungen möglicherweise zu beeinflussen.

Im Anschluss ging es um das Thema Cyberkriminalität. André Hartmann, Risikoprüfer eines Versicherers, erklärte den Unternehmern, was sie im Falle eines Hackerangriffes beachten müssen. Ob es sich lohnt, sich gegen Datenklau zu versichern, müsse jeder Betrieb selbst entscheiden. Glauben, dass sie von Hackerangriffen verschont bleiben, sollten die Lastruper aber nicht. „Es wird jeden erwischen. Das ist nur eine Frage der Zeit.“

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