zurück zur Übersicht | Datum 28.05.2019 | Kategorie: Allgemeines

Lastrups Kinder sind bienenfleißig

Lassen es wachsen: Die Vorschulkinder waren mit Hacker und Spaten in den Dorfpark gekommen. An der Aktion beteilgt sind der landwirtschaftliche Verein (von links: Franz Klostermann und Klaus Albers) sowie die Gemeinde (Michael Kramer und Sabrina Pech). Foto: Meyer

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 28.05.2019

Von Georg Meyer

Lastrup. Spaziergänger im Lastruper Dorfpark können sich demnächst über eine blühende Insektenwiese freuen. Zur Säaktion waren am Montag die Vorschulkinder aus den örtlichen Kindergärten ausgerückt.

Auf dem rund 1000 Quadratmeter großen Stück sollen Bienen, Schmetterlinge und andere Kleinflügler ihr Auskommen finden. Die Aktion ist Teil eines groß angelegten Blühstreifenprojekts, bei dem die Gemeinde mit dem landwirtschaftlichen Verein zusammenarbeitet. Während die Landwirte die Flächen zur Verfügung stellen und auch die Aussaat übernehmen, kommt die Kommune für die Saatgutkosten auf. Zusätzlich hat sie eine kleinere Drillmaschine angeschafft, die auch das Bestellen schmaler Streifen ermöglicht, die die Bauern mit ihren größeren Maschinen sonst nicht erreichen würden. Die Nachfrage sei groß, sagt Bürgermeister Michael Kramer. Gefördert wurde der Kauf durch die Stiftung Gewässerschutz des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes.

Das Interesse der Bauern an dem Blühstreifenprojekt ist weiter gestiegen, berichtet Franz Klostermann. Er ist Landwirt und Imker, der Bienenschutz ist ihm also ein echtes Anliegen. 62 Flächenbesitzer machen diesmal mit, 21 mehr als im vergangenen Jahr. Sie stellen zusammen 22,3 Hektar zur Verfügung, 2018 kamen sie gemeinsam auf 19 Hektar.

Die Kinder waren gestern begeistert bei der Sache. „Es geht ja auch darum, sie für den Naturschutz zu sensibilisieren“, sagt Michael Kramer. Zum Abschluss erhielt jedes Kind ein Samentütchen mit dem Konterfei der Gemeinde.

Blühstreifenprojekte schießen mittlerweile wie Pilze aus dem Boden. Ihr Wert für den Insektenschutz ist allerdings umstritten. Ein Sprecher des Naturschutzbundes NABU in Niedersachsen bezeichnete sie gegenüber dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) als einen richtigen Schritt, auch wenn dies noch ein Tropfen auf den heißen Stein sei. Wichtig sei, dass das Saatgut für die Pflanzen zur jeweiligen Region passe, also an das Wetter und die Bodenverhältnisse angepasst ist.

Der NABU startet im Sommer ein eigenes Forschungsprojekt zum Insektenschwund in Deutschland. Um den Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten und in einen positiven Trend umzukehren, brauche man Datengrundlagen – vor allem in Naturschutzgebieten, heißt es in einer Mitteilung. Dazu sollen in den nächsten vier Jahren bundesweit in 21 Gebieten mit standardisierten Monitoring-Methoden Insektenpopulationen erfasst werden. Denn für viele Arten gibt es bislang gar keine Daten zu ihrer Gefährdung. Von den bewerteten Insektenarten sind 40 Prozent in den Roten Listen als bedroht eingestuft. Es wird aber vermutet, dass die Verinselung der Schutzgebiete sowie deren Angrenzung an Nutzflächen zum Rückgang der Insektenpopulationen beitragen, erklärt der NABU. Am Wissensaustausch möchte er demnächst auch die Vertreter von Landesbehörden, Ministerien sowie die Landwirte und deren Verbände beteiligen.

Ausbildungsplatzbroschüre 2019

Die Oberschule Lastrup hat in Zusammenarbeit mit dem HGV Lastrup sowie der Gemeinde Lastrup eine Ausbildungsplatzbroschüre herausgegeben. Hier finden Sie die Broschüre als PDF-Download.

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