zurück zur Übersicht | Datum 05.06.2019 | Kategorie: Allgemeines

Gemeinde kämpft gegen Wüstenbildung

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 05.06.2019

Von Georg Meyer

Lastrup. Zu viele Steine, zu wenig Grün: Vor allem in neuen Baugebieten bietet sich oft ein karges Bild. Das will Lastrups Politik ändern. Der Planungsausschuss sprach sich am Montagabend für eine entsprechende Neufassung der aktuellen Bauleitplanungen aus.

Demnach sollen die nicht überbauten Flächen künftig grundsätzlich als Grünflächen gestaltet werden, so wie es die Niedersächsische Bauordnung vorgibt. Zwar sind weiterhin Stein- oder Schotterbeete erlaubt, allerdings nur noch eingeschränkt. Ein Beispiel: Im neuen Baugebiet Heidresch dürfen maximal 60 Prozent eines Grundstücks versiegelt werden. 40 Prozent müssen dagegen begrünt bleiben, ob durch Rasen, Blumenbeete oder Sträucher bleibt jedem selbst überlassen. Auch eine Kombination aus Pflanzen und Steinen ist möglich, solange der Boden darunter wasserdurchlässig bleibt. Bestehende Steingärten genießen zwar Bestandsschutz. Die Regelung soll aber in künftige Änderungen von Bebauungsplänen aufgenommen werden.

Bürgermeister Michael Kramer sprach von einem gesunden Kompromiss. Dass Stein- und Kieselbeete inzwischen Mode geworden sind, bedauerten einzelne Ausschussmitglieder ausdrücklich. So fänden Insekten in manchem Wohngebiet inzwischen keine Lebensräume mehr. Die oft mit Plastikfolien ausgelegten Steinbeete würden außerdem eine Verrieselung des Regenwassers verhindern.

Ein Ärgernis ist der Verwaltung auch die zunehmende Einfriedung von Grundstücken mit blickdichten Zäunen. Zumindest der Einblick von der Straße aus soll künftig wieder möglich sein. In diesem Sinne empfahl der Ausschuss die Bauleitplanung ein weiteres Mal zu ändern. Sichtundurchlässige Abgrenzungen sollen künftig nur noch zwischen Grundstücken erlaubt sein. Entlang der „öffentlichen Verkehrsflächen“ müssen Hausbesitzer auf Latten- und Maschendrahtzäune oder Hecken bis zu einer Höhe von 1,20 m zurückgreifen. Handelt es sich um „lebende“ Hecken, dürfen diese auch höher wachsen.

Thema im Ausschuss war zudem die Schaffung von Wohngrundstücken in Hammel. 14 könnten es sein, sollte der Landkreis den Planungen zustimmen. Probleme macht vor allem die Immissionssituation. Bezogen auf die Einwohnerzahl hat Hammel kreisweit nämlich die höchste Viehdichte. Trotzdem hofft Michael Kramer, die bestehenden Spielräume nutzen zu können. Die neuen Grundstücke sollen ausschließlich an Hammeler vergeben werden. In die Bauleitplanung mit aufgenommen wurde auch das Vorhaben von Carsten Hermeling. Er will den von ihm vor Jahren gegründeten Mehrgenerationenhof erweitern (MT berichtete).

Für Nachfragen sorgten die Planungen eines Entsorgungsbetriebes, auf einer 2,2 Hektar großen Fläche im Bereich Hohefeld einen Recyclinghof zu bauen. Bis zu 200 Lkw könnten dort täglich für Nachschub sorgen. Untergebracht wird der Abfall in geschlossenen Hallen. Eine Müllverbrennung soll nicht stattfinden. Michael Kramer hält den Standort verkehrstechnisch für günstig und verwies auf die Nähe zur Bundesstraße. Der Betrieb erhielt am Ende ebenso eine Zusage wie ein Landwirt in Norwegen. Dieser plant auf seiner Hofstelle in den kommenden Jahren umfangreiche Neuerungen, ohne dabei seine Tierzahlen zu erhöhen.

Ausbildungsplatzbroschüre 2019

Die Oberschule Lastrup hat in Zusammenarbeit mit dem HGV Lastrup sowie der Gemeinde Lastrup eine Ausbildungsplatzbroschüre herausgegeben. Hier finden Sie die Broschüre als PDF-Download.

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