zurück zur Übersicht | Datum 02.07.2019 | Kategorie: Allgemeines

Rat will „Gärten des Grauens“ einschränken

„Gärten des Grauens“: Mit Vorschriften in künftigen Bebauungsplänen will die Gemeinde Lastrup den Trend zum Versiegeln von Gärten durch Stein- und Schotterbeete und hohe Plastik-Sichtschutzzäune an der Straßenfront aufhalten. Foto: Willi Siemer

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 02.07.2019

von Willi Siemer

Lastrup. Rat und Verwaltung der Gemeinde Lastrup haben sich entschlossen, den Kampf gegen die im Internet landläufig so genannten „Gärten des Grauens“ mit Steinbeeten und gegen hohe Sichtschutzzäune mit Plastikfolien zu verschärfen.

Einstimmig billigte der Rat auf seiner jüngsten Sitzung einen Beschluss, der die Verwaltung verpflichtet, entsprechende textliche Festsetzungen zum Eindämmen dieser sich weiter verbreitenden Art der Gartengestaltung in der Bauleitplanung und in Bebauungsplänen aufzunehmen.

Ziel sei es, dass diese der Natur und den Insekten nicht zuträgliche Entwicklung zur Versiegelung von Gartenflächen mit Steinen und Schotter nicht weiter zunimmt, erläuterte Bürgermeister Michael Kramer die Initiative.

Es besteht die Gefahr der Bildung von Hitzeinseln, die Luftqualität und Artenvielfalt leide und durch die mit Plastikfolien ausgelegten Steinbeete sei eine Verrieselung des Regenwassers nicht mehr möglich.

Um diesen Trend zu stoppen, werden in Lastrup die Schotter- und Steinbeete in den Versiegelungskatalog und die entsprechenden Vorschriften dazu aufgenommen.

Danach dürfen in den neuen Lastruper Baugebieten maximal 60 Prozent eines Grundstücks durch das Gebäude und die Garage selbst, durch die Terrasse und Pflasterungen z.B. für die Zufahrt und eben durch die Steinbeete versiegelt werden.

Die übrigen nicht überbauten Flächen der Grundstücke müssen gemäß Paragraf 9 der Niedersächsischen Bauordnung als Grünflächen gestaltet werden.

In den Beratungen im Ausschuss hatte der Bürgermeister angekündigt, dass die neuen Regelungen zukünftig durch die Mitarbeiter des Bauamtes und des Bauhofes auch überprüft würden.

Während für neue Baugebiete entsprechende Einschränkungen bereits festgelegt werden, sei geplant, dass Mitarbeiter der Verwaltung mit den Bauherren bei geplanten Umgestaltungen in bestehenden Siedlungen zur „Beratung zur Verfügung stehen“, um Anregungen zu geben und über notwendige Lebensräume für Kleintiere auch in Vorgärten zu informieren, so Bürgermeister Kramer.

Auch die nach Kramers Aussage sich immer mehr zu einer Unart entwickelnden Plastik-Flechtzäune sollen zumindest in ihrer optischen Wirkung eingeschränkt werden.

Festgelegt wird in den zukünftigen Bebauungsplänen, dass entlang der öffentlichen Verkehrsflächen nur offene, sichtdurchlässige Einfriedungen z.B. Latten- oder Maschendrahtzäune bis zu einer Höhe von 1,20 Metern, bezogen auf die Oberkante der angrenzenden Fahrbahn, zulässig sind. Diese Obergrenze gilt nach den neuen Vorschriften nicht für lebende Hecken, die damit auch höher als 1,20 Meter sein dürfen.

Nicht erlaubt sind geschlossene Sichtschutzzäune, Drahtzäune mit Sichtschutzfolie, mit Steinen gefüllte sogenannte Gabionen und vergleichbare Einfriedungen an den Straßen.

Ausbildungsplatzbroschüre 2019

Die Oberschule Lastrup hat in Zusammenarbeit mit dem HGV Lastrup sowie der Gemeinde Lastrup eine Ausbildungsplatzbroschüre herausgegeben. Hier finden Sie die Broschüre als PDF-Download.

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