zurück zur Übersicht | Datum 27.07.2019 | Kategorie: Allgemeines

Bürgerhaus soll zum Treffpunkt für alle werden

Neuer Aufgabenbereich: Verena Rammler – hier im Veranstaltungsraum des neuen Bürgerhauses, der ehemaligen Scheune des Hauses Meiners – wird ab 1. November Sozialkoordinatorin in der Gemeinde Lastrup. Foto: Landwehr

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 27.07.2019

von Aloys Landwehr

Lastrup. Der Begriff „Sozialkoordinatorin hört sich zunächst etwas hochgestochen an“, findet Verena Rammler selbst. Doch die jetzige Mitarbeiterin der Flüchtlingssozialarbeit hat durchaus klare Vorstellungen von dem, was sie am 1. November erwartet, wenn sie ihr neues Amt antritt. „Zunächst geht es darum, das neue Bürgerhaus mit Leben zu füllen. Mit Vereinen, die Räumlichkeiten im Bürgerhaus wünschen, werde ich Terminabsprachen treffen und versuchen, die Wünsche der unterschiedlichen Gruppen zu erfüllen“, nennt die 29-jährige Bachelor-Absolventin mit den Fächern Theologie und Latein ein organisatorisches Aufgabengebiet.

Aber Verena Rammler sieht ihre Aufgaben nicht allein in der Verwaltung der Räumlichkeiten des „Hauses der lebendigen Mitte“. Sie möchte dieses Haus mit Leben füllen. So würde sie gern ein kleines Kulturprogramm in der ehemaligen Scheune initiieren. „Hier stelle ich mir Aufführungen von Musikgruppen, Lesungen, kleine Shows oder aber Kunstausstellungen vor. Natürlich würde ich mir wünschen, wenn das Angebot dann auch angenommen wird. Außerdem hoffe ich, dass ich eine Gruppe oder einen Verein finde, der zum Beispiel am Sonntag dort Kaffee und Kuchen anbietet, damit das Haus zu einem Treffpunkt der ganzen Bevölkerung, für alle Bürger, wird. Außerdem hat der Verein dann die Möglichkeit, die eigene Kasse ein wenig aufzubessern“, erläutert die Herzlakerin, die so als Schnittstelle zwischen den verschiedenen Vereinen bei der Durchführung verschiedener kultureller Angebote, der Raumbelegung oder des geplanten Sonntagscafés wirken möchte. Gleichzeitig möchte sie Neubürger über soziale und kulturelle Angebote der Gemeinde informieren.

Aber Verena Rammler hat noch einen weiteren Plan, bei dem es gelte, „ein besonders dickes Brett zu bohren“. „Ich möchte dazu beitragen, dass die Menschen in Lastrup und umzu möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden leben können. Die Menschen werden älter, die Großfamilien mit drei Generationen weniger.“

Einigen Menschen falle es im Alter schwer, eigentlich kleinere Tätigkeiten wie Gardinen aufhängen, Hecke scheren, Fenster putzen, Rasen mähen, Arztbesuche oder das Einkaufen zu verrichten. Dafür könne man aber auch nicht immer ein Unternehmen anrufen. Andererseits gebe es Personen, die nach dem Ende ihrer Berufstätigkeit eine sinngebende Beschäftigung wünschen. Nachdem Prinzip einer Seniorengenossenschaft könnten sich Mitglieder zu günstigen Konditionen helfen lassen oder sich gegenseitig helfen.

Die Hilfeleistung werde mit einer Aufwandsentschädigung abgegolten. Diese könnten die Helfer in ein Zeitguthaben umwandeln lassen, um später bei Bedarf selber entsprechende Hilfen abzurufen, oder sie könnten sich einen Teil des Geldes auszahlen lassen, um ihre Rente aufzustocken. Dabei macht Verena Rammler klar, dass es nicht darum gehe, irgendwelchen Unternehmen Aufträge wegzunehmen.

„Aber viele Menschen mögen bei kleinen Hilfsleistungen nicht immer die Nachbarn fragen. Hier im Haus der lebendigen Mitte finden sie einen Ansprechpartner, der ihnen die Hilfe, die sie benötigen, vermittelt. Hier können sich aber auch die melden, die bereit sind, ein wenig Zeit, ihre Kenntnisse oder ihre Arbeitskraft weiterzugeben“, hat Verena Rammler klare Vorstellungen. Dabei könnten sich die älteren Menschen, die mithelfen wollen oder kleine Hilfen benötigen, irgendwann auch als Verein organisieren.

Am 1. November tritt Verena Rammler, die zurzeit als Flüchtlingskoordinatorin der Caritas in Löningen, Lastrup und Bevern arbeitet, ihre neue Stelle an.

„Ich freue mich wahnsinnig auf die neue Arbeit. Beim Vorstellungsgespräch war ich unheimlich nervös, obwohl ich Bürgermeister Kramer ja schon kannte“, erzählt die Sozialkoordinatorin, die hofft, dass das Bürgerhaus dann auch zeitnah – „vielleicht zu Weihnachten“ – fertig ist.

Ausbildungsplatzbroschüre 2019

Die Oberschule Lastrup hat in Zusammenarbeit mit dem HGV Lastrup sowie der Gemeinde Lastrup eine Ausbildungsplatzbroschüre herausgegeben. Hier finden Sie die Broschüre als PDF-Download.

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