zurück zur Übersicht | Datum 27.07.2019 | Kategorie: Allgemeines

In Lastrup blüht es auch ohne eigenen Manager

Feiern den Projekterfolg: Aus organisatorischen Gründen trafen sich die beteiligten Landwirte zusammen mit den Organisatoren der Aktion beim Blühstreifen am Dorfpark. Foto: Aloys Landwehr

Quelle/Copyright: Münsterländische Tageszeitung, Artikel vom 27.07.2019

von Aloys Landwehr

Lastrup. „Wir brauchen keine Blühstreifenmanager. Das kriegen wir mit unseren Landwirten auch so hin“, riskierte Bürgermeister Michael Kramer einen durchaus kessen Spruch. Zum Dank für ihr Engagement hatte die Gemeinde Lastrup die beteiligten Landwirte und die Organisatoren des Blühstreifenprojekts zu einem gemütlichen Grillen eingeladen.

„Es ist eine gute Sache, wenn man das in der Gemeinde mit der Gemeinde und dem Landwirtschaftlichen Verein zusammen für die Gemeinde macht“, lobte der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Vereins Lastrup, Franz Klostermann, das Blühstreifenprojekt in der Gemeinde. 66 Landwirte hatten sich mit insgesamt 25 Hektar an dem Projekt beteiligt. Erstmals hatten bei dem im letzten Jahr initiierten Projekt auch Privatpersonen und Unternehmer mitgemacht.

Wie im letzten Jahr erstmals hatte auch nun die Gemeinde Lastrup das Blühstreifenprojekt mit den Vorsitzenden der Ortslandvolkverbände abgestimmt. „Dabei war klar, dass die Gemeinde Lastrup wieder die Koordination übernehmen sollte. Dieses Projekt, so wie es sich jetzt entwickelt hat, ist einzigartig in der Region“, freute sich Bürgermeister Michael Kramer über die Reaktion der Landwirte. Erneut hatte sich auch der Hegering Lastrup beteiligt.

Aber neben dem Hegering sorgte auch der landwirtschaftliche Verein für Werbung unter den Berufskollegen. Die Gemeinde Lastrup stellte das Saatgut zur Verfügung. Die Landwirte konnten entscheiden, ob sie es selbst einsäen wollten oder es durch die Gemeinde machen lassen wollten. „In diesem Jahr haben wir eigens eine Sämaschine angeschafft, die durch die Dt. Stiftung Gewässerschutz gefördert wurde. Zudem konnten wir eine Kreiselegge kaufen. Dabei unterstützten uns der Kreislandvolkverband, die drei Lastruper Banken, die Firmen und eine Versicherung. Trotz der Investitionen brauchten wir deshalb mit 5500 Euro wesentlich weniger auszugeben als im letzten Jahr“, bilanziert Sachbearbeiterin Sabrina Pech, die das Projekt bei der Gemeinde Lastrup verantwortet.

„Wir wollen dieses Projekt auch im nächsten Jahr weiterführen. Denn wir möchten etwas für die Landschaft tun. Das geht nur mit der Landwirtschaft, zumal die Maisbauern die Flächen auch prämienwirksam nutzen können“, so Bürgermeister Michael Kramer. „Mit relativ wenig Aufwand haben wir ein tolles Ergebnis erzielt. Blühflächen und -streifen dienen vor allem in strukturarmen Agrarlandschaften als wichtige Nahrungsquelle sowie als Lebens- und Rückzugsraum für Vögel, Insekten, Kleintiere und Niederwild. Und sie sehen gut aus,“ freute sich Michael Kramer bei der Abschlussveranstaltung.

Fakten:

  • Blühflächen und -streifen dienen vor allem in strukturarmen Agrarlandschaften als wichtige Nahrungsquelle sowie als Lebens- und Rückzugsraum für Vögel, Insekten, Kleintiere und Niederwild.
  • Mit ihrer häufig bis in den frühen Herbst andauernden Blüte fördern sie darüber hinaus verschiedene Ökosystemdienstleistungen wie Bestäubung und Regulation von Krankheiten oder Schadorganismen. Blühstreifen können auch als Erosionsschutzstreifen angelegt werden.
  • Sie bereichern als farbenfrohe Streifen und Flächen das Bild der Agrarlandschaft und tragen zur positiven Außenwirkung der Landwirtschaft bei. Sie dienen der biologischen Artenvielfalt, dem Artenschutz, der Lebensraumvielfalt und der Biotopvernetzung. Sie nutzen dem Betrieb durch das Eindämmen von Problemunkräutern auf Brachflächen und als Lebensraum für Nützlinge und bestäubende Insekten.
  • Die Lage von Blühstreifen kann frei gewählt werden, nur auf Vorgewenden, also der Fläche, auf der beispielsweise beim Pflügen gewendet wird, sollte keine Anlage erfolgen. Ökologisch besonders wertvoll sind Blühstreifen und -flächen entlang von Hecken, Baumreihen oder Waldrändern. Problematisch sind dauerhaft nasse, kühle Standorte. Blühstreifen dienen als ein Nahrungshabitat für Insekten, Kleinlebewesen und Vogelarten.

Ausbildungsplatzbroschüre 2019

Die Oberschule Lastrup hat in Zusammenarbeit mit dem HGV Lastrup sowie der Gemeinde Lastrup eine Ausbildungsplatzbroschüre herausgegeben. Hier finden Sie die Broschüre als PDF-Download.

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