Kirchengemeinden

Katholische Kirchengemeinde St. Petrus Lastrup

Vor dem Hintergrund der Zusammenlegung von Kirchengemeinden im Bistum Münster wurden mit Wirkung ab Februar 2010 die drei bisher jeweils eigenständigen katholischen Kirchengemeinden St. Petrus Lastrup, Herz-Jesu Hemmelte sowie St. Michael Kneheim zur neuen Kirchengemeinde St. Petrus Lastrup vereint. Die Aufgaben der bisher in den Pfarrgemeinden tätigen Kirchenausschüsse übernimmt nun der gemeinsame Seelsorgeausschuss, während die Funktionen der bisherigen Pfarrgemeinderäte der drei Gemeinden in den neuen Seelsorgerat von St. Petrus übergegangen sind.

Die Hauptkirche der Kirchengemeinde St. Petrus Lastrup ist die Kirche St. Petrus in der Lastruper Ortsmitte, während die Herz-Jesu Kirche in Hemmelte sowie die St. Michael-Kirche in Kneheim als Filialkirchen genutzt werden. In allen drei Kirchen finden regelmäßige Gottesdienste statt.

Kontakt:
Katholische Kirchengemeinde St. Petrus Lastrup
Pfarramt: Wallstraße 12, 49688 Lastrup
Tel. 04472/322, Fax: 947928
Seelsorgeteam: Pfarrer Günter Mleziva sowie Pater Walter Körbes
Kirchenprovisorin: Elisabeth Gänsler
Webseite der Kirchengemeinde: www.pfarrgemeinde-st-petrus-lastrup.de

Hauptkirche St. Petrus Lastrup

St. Petrus Lastrup
St. Petrus Lastrup

Etwa im Jahre 1200 entstand wohl die erste Kirche in Lastrup. Nachdem am 8.April 1858 ein Teil des Gewölbes dieser Kirche eingebrochen war, entschloss man sich unter Pfarrer Willenborg nach den Plänen von E. von Manger, Münster, eine neue Kirche zu bauen. Es war die zweite neugotische Kirche (nach Holdorf) im Oldenburger Land. Von außen beeindrucken die einfachen Strukturen des Kirchenbaus und der pyramidenförmige Turmhelm. Mächtige zylindrische Pfeiler und ein hohes Gewölbe geben dem Inneren einen sakralen Charakter.

Aus der alten Kirche übernahm man die Glocken von 1516 und 1518 (Petrus -und Marienglocke), die Apostelfiguren aus dem 14. Jahrhundert, den Taufbrunnen (1200)  und den Türbogen (1500), der sich heute hinten in der alten Kirche befindet.

Unter Pfarrer Josef Bunte begann man 1969 nach den Plänen des Architekten Alfons Boklage, Münster, mit dem Erweiterungsbau der Kirche. Dabei wurde der alte Chorraum abgerissen, wertvolle Fenster zerstört und so manche Heiligenfigur beschädigt, andere völlig zerstört, einige Statuen galten lange als verschollen.

Pfarrer Franz Wittrock, der über 20 Jahre segensreich in Lastrup gewirkt hat, gelang es, mehrere der verlorenen „Heiligen“ zurückzuholen. So kehrten Petrus und Paulus, die ehemals auf dem Hochaltar gestanden hatten, die Evangelisten von der Kanzel, St. Elisabeth und St. Agnes und einige Engel wieder heim. Zentrale Stätten in der neuen Kirche wurden vom Bildhauer Josef Krautwald, Rheine, in Stein und Bronze gestaltet: Kreuz, Ambo, Altar, Tabernakel, Madonna, Deckel des Taufbrunnens, das bronzene Relief am alten Haupteingang und Kerzenständer.

Filialkirche Herz-Jesu Hemmelte

Filialkirche Herz-Jesu Hemmelte
Filialkirche Herz-Jesu Hemmelte

Im Mittelalter gab es in Hemmelte eine kleine Kapelle. Sie wurde erstmals 1543 erwähnt und im 30-jährigen Krieg zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte 1713 als Kapell- und Schulgebäude. Es wurden 3 Gottesdienste im Jahr abgehalten, der erste Gottesdienst am Festtag der Hl. Drei Könige, der zweite am Mittwoch in der Karwoche und der dritte am Jahrestag der Kapellenweihe an Kirmes. Erst 1890 wurde Hemmelte eine Kapellengemeinde. Am 24. März wurde sie gegründet. Erster Kaplan warClemens Kreienborg.

Am 23. November 1893 wurde der Bauplan für den Kapellenneubau von Architekt Diekhaus aus Cloppenburg vorgestellt. Mit dem Neubau der Kapelle und deren Einweihung am 19. September 1895 durch Pastor Grote aus Lastrup änderte sich das Patronat in Herz-Jesu. Am 1.November 1899 wurde Kaplan Düvel nach Bösel versetzt und Kaplan August Heuer trat die Nachfolge an.

Der 4. Juni 1902 war für die junge Kapellengemeinde ein bedeutungsvoller Tag. Herr Weihbischof Graf von Galen nahm die Konsekration der Kapelle vor und spendete den Firmlingen der Kapellengemeinde das hl. Sakrament.

Am 9. Februar 1952 erfolgte die Errichtung der eigenständigen Pfarrei Hemmelte. Erster Pfarrer war Heinrich Meyer, vorher Kaplan in Thüle. Nach dem Tode von Pfarrer Meyer im März 1957 übernahm Pfarrer Johannes Büscherhoff das Amt.

In den Jahren 1960/61 erfolgte ein Erweiterungsbau der Kirche, ehe zu Weihnachten 1961 die ersten Gottesdienste in der erweiterten Kirche gefeiert werden konnten. Am 8. Februar 1962 erfolgte die Einweihung des Erweiterungsbaus durch den Offizial Gravenhorst.

Filialkirche St. Michael Kneheim

Filialkirche St. Michael Kneheim
Filialkirche St. Michael Kneheim

Die Bauerschaft Kneheim-Nieholte gehörte früher der großen, uralten Pfarrei St. Andreas Krapendorf (Cloppenburg) an. Auf lang gehegten Wunsch der zu jener Zeit rund 250 zählenden Bewohner von Kneheim-Nieholte erteilte das Bischöfliche Generalvikariat in Münster am 31.05.1801 die Genehmigung zur Errichtung einer Kapellengemeinde und damit gleichzeitig auch zum Bau einer Kapelle in Kneheim.

Mit großem Eifer machten sich die Bürger an den Bau der Kapelle, die schon nach einigen Monaten erstellt war und bereits am 25.09.1801 vom damaligen Dechanten der Mutterpfarrei Krapendorf eingeweiht wurde. Die in der Kapellengemeinde jeweils tätigen Kapläne unterstanden dem Pfarrer der Mutterpfarrei; sie wohnten auch in Cloppenburg, da in Kneheim keine Kaplanswohnung vorhanden war. Der alte Teil der Kapelle wurde 1856 erneuert und hinter dem Chorraum eine Sakristei angebaut. Gleichzeitig wurde ein Dachreitertürmchen errichtet und mit einer kleinen Glocke ausgestattet.

Die Vergrößerung der Kapelle erfolgte im Jahre 1921 durch den Anbau des Querschiffes mit großzügigem Chorraum und Gewölbe. Am 16.09.1925 wurde die staatliche Genehmigung zur Errichtung der Pfarrgemeinde St. Michael Kneheim erteilt.

Im Jahre 1963 erhielt die Kirche einen Vorbau in Stahl-Konstruktion als Windfang. Im Jahre 1971 fand dann eine umfangreiche Renovierung des Kircheninnenraumes statt, ehe im  Jahre 1975 eine neue, vergrößerte Sakristei links des Chorraumes angebaut wurde. Im Jahr  1987 wurde die Kirche von außen und innen umfangreich renoviert. Die Kirche erhielt einen neuen, stilgerechten Vorbau, der Putzsockel außen wurde rundum saniert, alle Fenster neu verbleit unter Anbringung einer Doppelverglasung. Die 1971 aus der Kirche entfernten Heiligenfiguren wurden an ihren ehemaligen Plätzen wieder aufgestellt. In den Folgejahren wurden alle Figuren sukzessive fachmännisch restauriert und bei der Neubemalung die Ursprungs-Farbtöne wieder aufgetragen.

Evangelisch lutherische Kirchengemeinde Lastrup

Christuskirche in Lastrup
Christuskirche in Lastrup

Die evangelische Kirchengemeinde in Lastrup entstand durch den Zustrom vieler Flüchtlinge und Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Bis dahin gab es in Lastrup nur vereinzelt evangelische Christen in der seit der Gegenreform katholisch geprägten Gemeinde Lastrup.

1948 besaß die evangelische Kirchengemeinde bereits einen Kirchenrat. Mit dem Bau der Kirche im Jahre 1956 wurde die evangelische Gemeinde Lastrup vom bisherigen Status einer Tochtergemeinde zur Kappelgemeinde erhoben mit fast den gleichen Rechten wie eine Kirchengemeinde. Um 1980 wurde alle Kapellengemeinden der oldenburgischen Kirche zu Kirchengemeinden erhoben, damit erlangte die evangelische Kirche in Lastrup ihren heutigen Status.

Im Jahre 1982 fand eine umfangreiche Renovierung des Kirchengebäudes statt, die bis zum Jahresende abgeschlossen werden konnte.

Kontakt:
Evangelisch lutherische Kirchengemeinde
Am Apfelgarten 3
49688 Lastrup
Tel. 04472/273, Fax: 932695

Evangelisch lutherische Kirchengemeinde Essen

Die Christuskirche in Essen
Die Christuskirche in Essen

Die Bewohner aus Hemmelte werden von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Essen betreut.

Kontakt:
Evangelisch lutherische Kirchengemeinde Essen
Kösliner Straße 11
49632 Essen (Oldb)
Tel. 05434/93025
Pfarrerehepaar Eva Hachmeister-Uecker sowie Michael Harald Uecker

E-Mail: Kirchenbuero.Essen@kirche-oldenburg.de
Homepage: www.christuskirche-essen.de